Birding Bulgaria


Es wird langsam aber sicher Zeit um einen Artikel zu bloggen. Aber ihr kennt das ja… die liebe Zeit…

Hier mal eine Beschreibung von meinen Impressionen. Wer nur Bilder gucken will überspringt diesen Teil 😛

Mein Interesse beruhte natürlich zu 98% auf Vögeln. Es gelüstete mich immer wieder noch mehr Landschaftsbilder zu machen oder auch Menschen zu fotografieren. Aber ich konnte mich nicht auf alles konzentrieren.

Mein kleiner Reisebericht.

Im Gegensatz zu Ornithologen, werde ich hier keine Artenliste aufführen!

Zuerst weilte ich eine Woche im Norden, genauer, beim Lake Durankulak. Das ist ein internationales, bedeutendes Naturschutzgebiet.  Es war April, mitten im Vogelzug. Es war herrlich, man konnte am Strand stehen und plötzlich kam wieder eine weisse oder schwarze Wolke vom Süden her. Das war dann jeweils wieder ein Schwarm Vögel. Ich war vom Glück gesegnet und es gab gerade dann einen Vogelzug-Stau. Daher hatte es sehr viele Vögel in der Gegend welche zu einem späteren Zeitpunkt Richtung Russland, Sibirien, Taiga etc flogen. Ich bewegte mich in den Habitaten zwischen Durankulak und Kavarna. Es hatte zig verschiedene Habitate wie: Sandstrand, Felsenküste, Seen, Tümpel, kleine Wasserpfützen,  Sümpfe, Brachland, Wiesen, Steppen, Heckenlandschaft, Felder, kleine Wälder, Canyons etc. So muss ich wohl kaum erwähnen, dass dort jeder sein bevorzugtes Gebiet findet. Ich hatte eine lokalen Guide und er war wirklich super. Wir fotografierten oft aus dem Auto. Die Vögel haben keine Scheu vor einem Auto. Mit dem 4×4 konnte man so ziemlich überall durchfahren.

In den ersten Tagen musste ich im Eiltempo die Namen von über 100 Vögeln auf English lernen. Einige Namen waren mir schon geläufig, die Meisten aber nicht. Nach einer Woche wusste ich den Deutschen Namen vom Hoopoe schon gar nicht mehr 🙂

Die Natur ist dort einmalig! Aber was schlimm ist, überall Müll, Müll und nochmals Müll. Selbst in der blühenden Steppe wurden Autoreifen, alte Sofas, PET etc deponiert. Das ist soo schade. Die meisten dieser  Kleinode sind auch nicht beschriftet als Naturschutzgebiet.

An einem Tag ging es dann noch ins Donaudelta, südlicher Teil. Das gefiel mir auch ganz gut.

Die Sprache war English. So bekam ich die Namen entweder auf English oder Latein :-/ Aber nach ca. 3 Tagen hatte ich die meisten intus.

Die Vogelvielfalt ist gewaltig. Natürlich trugen alle männlichen Spezies ihr Prachtskleid und es wurde gebalzt was das Zeugs hält. Einige Pärchen haben mit dem Nestbau schon abgeschlossen und die Dame thronte bereits auf den Eiern. Ein paar Junggesellen gaben sich noch erdenkliche Mühe um ein Herz zu erobern. Dann wurde Nistmaterial angeschleppt oder im Flug zum Hausbau transportiert. Auch die musikalische Kulisse war grandios. Da wurde geträllert, Strophe um Strophe. Cool fand ich natürlich sämtliche Vögel die Warte-Ansitz praktizieren. Da konnte man ihnen gleich bis zur Gurgel runter gucken.

Nach einer Woche Norden, ging es in den Süden. Von Freunden und Bekannten hatten wir GPS Koordinaten wo es gute Vogelplätze gibt. Es gibt südlich von Bourgas auch noch ein Info Center wo man hilfreiche Tipps bekommt. Da hat es viel Wasser in dieser Gegend. Natürlich erneut die Küste, Lagoonen, Süsswassertümpel und Salinen welche noch in Betrieb sind. Per Zufall fanden wir ländlich gelegen ein Gebiet wo es unzählige Spezies aus der Familie der Würger hatte. Mir war es bereits zu heiss und für meinen Geschmack hatte es zu viele Schlangen. Die Kleinen finde ich ja noch ganz süss. Aber wenn sich da so ein Fetzenteil vor mir windet, nein danke.

Die Strassen sind la la. Es gibt viele Schlaglöcher und man fährt Zickzack. Der Verkehr selber ist ruhig. Die Bulgaren nehmen es sehr easy, wirken nicht gestresst. Es wurde nie gehupt oder wirkten sie ungeduldig.

Die Städte gefielen mir gar nicht, zero Charme. Aber die ländliche Gegend mit den schnuckligen Dörfern versprühten viel Charme. Die Leute leben sehr einfach aber all die Gärtchen waren so romantisch. Mitten auf dem Holz-Strommasten hatte es Storchennester wo Mama Storch neugierig runterguckte.

Von den Vögeln her konnte ich wirklich sehr viele Spezies sehen. Einige bleiben nun die ganze Saison dort, andere ziehen noch ein Stück weiter in den Norden.

April ist sicher für den Vogelzug eine gute Jahreszeit. Leider war es noch zu früh für Bienenfresser und Racken. Nun, eine Racke konnten wir sichten.

Faszit: mir gefiel der Norden einen Tick besser als der Süden. Wir bewegten uns eigentlich nur im Grossraum Küste von Nord bis Süd. Für das Landesinnere hatten wir keine Zeit mehr.

Falkenbussard…. über dem Naturschutzgebiet Durankulak kreisen unzählige Greifvögel

Den Isabell- Steinschmätzer mochte ich ganz besonders. Ich finde ihn so richtig lieblich und elegant

Braunkehlchen hatte es auch zur Genüge

Der Rotkehlpieper machte ein paar Tage Rast im Norden Bulgariens

Dem Schwarzrücken-Steinschmätzer war ich eine Weile auf den Fersen. Doch irgendwann lockte das Weib und er war abgelenkt 🙂

Der Wiedehopf möchte ich als meinen Ferien-Liebling erklären, finde den einfach cool.

Mit Creste aufgestellt habe ich ihn nicht. Ich unterliess es aber, ihn zu reizen damit er allenfalls die Creste aufstellen muss.

 

Das wären mal paar Bilder für’s erste. Es werden noch mehr folgen.

 

 

Kategorien:Natur, Naturschutzgebiete, VogelfotografieSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , ,

5 Kommentare

  1. Sehr schöner Bericht. Bin schon auf mehr gespannt.

    • Danke Frank

      Dank dem miesen Wetter heute, konnte ich endlich mal vorwärts machen. Aber das kennst du ja, es braucht alles Zeit.

      Als ich die Bilder bearbeitet hatte, kam die Identification. Hatte aber tolle Hilfe von Ornithologen vor Ort etc. Wenn man mit 4500 Bildern nach Hause kommt….

      Schönen Abend Gruss Thee

  2. Moin Thee,
    mit 4500 Bildern nach hause zu kommen hört sich nach viel Nachbearbeitung an 😉
    Über Bulgarien weiß ich nix, wäre aber schon interessiert, dort eine Reise zu starten. Vom Bild her mag ich den Rotkehlpieper am liebsten, da auch der Hintergrund einfach perfekt auf mich wirkt.
    Fotografieren ja, aber nachher alle zuordnen wäre für mich ein Alptraum 😀
    Trotzdem wunderschöne Eindrücke aus einem Genre, welches ich nur kurzzeitig auf Helgoland betrachten darf. 😉
    LG kiki

    • Hi Kiki

      Nun, obwohl ich bei der Neuen nur CL eingestellt habe, gibt es mir immer noch viele Bilder pro Action. Habe herausgefunden dass mir dies momentan ausreicht. Kann dann immer noch mal auf CH stellen. So ist es klar dass man schnell so viele Bilder hat. Während dem Urlaub habe ich kaum Zeit, gross auszumisten. Da wird bloss deleted was wirklich total unscharf ist oder ich nur blau auf dem Chip habe.

      Zuhause klicke ich dann in Ruhe durch und da kommt enorm viel in den Papierkorb. Dann wird bearbeitet.

      Das Identifizieren ging eigentlich flott über die Bühne. Viele Vögel wurden bereits in Bulgarien bestimmt, einige noch zuhause. Bloss 2-3 mutierten zur Knacknuss.

      In Bulgarien könntest du dich wohl in den Städten austoben mit all den Ruinen 😛

      Ich meinerseits war froh dass wir nur Transfer durch die Städte machten.

      LG Thee

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