Mallorca, Birding im Dezember Teil I


Wer nicht lesen mag möge gleich runterscrollen zu den Bildern 😛

Mallorca ist für Birding bekannt. Diese kleine Insel bietet diversen Vögeln das Habitat welches sie mögen. Natürlich ist der Frühling und Herbst die optimalste Zeit zum birden.

Aber ich hatte noch Resturlaub im Dezember und beschloss trotzdem dorthin zu gehen. Diese Reisezeit hat Vorteile aber auch Nachteile.

Gerne erwähne ich die Vorteile wie: quasi keine Touristen mehr, man hat in den Hides viel Platz und es ist für mich nicht mehr zu heiss. Die Nächte waren kalt und morgens bis 10:00 benötigte ich eine Jacke. Danach war T-Shirt angesagt.

Die Nachteile: es hat natürlich keine Zugvögel, viele Restaurants, Hotels, Bars etc sind geschlossen und es wird spät hell, resp. früh dunkel.

Dies Mal reiste ich etwas anders und ich bin restlos begeistert. In Palma de Mallorca wurde das Mietauto in Empfang genommen. Dann ging es abends quer über die Insel bis in den Norden nach Port de Pollença wo eine kuschlige Ferienwohnung direkt am Meer gebucht wurde. Die war der absolute Hit! Eine Ferienwohnung bietet viele Vorteile gegenüber einem Hotel. Es gab viel Platz, war extrem gemütlich, Küche sensationell ausgestattet, schön beheizt und Blick auf’s Meer. Für den Lunch konnten Sandwiches zubereitet werden und essen kann man wann man will etc.

Da ich nur 1 Woche dort weilen konnte, konzentrierte ich mich auf den Norden. Allein im Norden zwischen Formentor und Arta gibt es genug zum birden. In der Serra de Tramuntana sichtet man Geier und Falken, dann kommt das Naturschutzgebiet Albufereta, danach der S. Albufera und dann noch Son Real.

Ich werde in 3 Teilen darüber berichten.

Was ich noch erwähnen möchte ist, dass ich zum ersten Mal nun erhebliche Probleme wegen dem Gewicht vom Rucksack bekam. Logischerweise war der zu schwer. Aber ich packe meine 500 er Festbrennweite plus eine D 5 nicht in den Koffer! Auf dem Hinweg ging es gerade noch so. Aber beim Rückflug in Palma bereitete mir der „nette“ Herr beim Check in arge Kopfschmerzen! Er verlangte schon beim Check in dass ich den Rucksack auf’s Band lege zwecks Gewichtserhebung. No way ! Daraufhin tat ich dies was man tun darf, international: Cam plus Objektiv sich um den Hals hängen! Habe ihm gesagt das ich das tun werde. Er zuckte nur mit den Schultern und meinte, go ahead. Gleich als ich danach um die Ecke schwirrte, packte ich alles wieder ein 😛

Beim Boarding gab es dann keine Probleme. Wäre ja auch gelacht gewesen. So viele Einheimische reisten mit zig Weihnachtsgeschenken auf’s Festland. Da sagte niemand was.

Den Albufereta lasse ich aus, da war ich nur kurz. Ich komme nun aber zum S. Albufera. Dieses Naturschutzgebiet(Parc natural de s’Albufera de Mallorca) liegt unweit von Alcudia entfernt und hat eine Fläche von 1647 Hektaren. An der Hauptstrasse hat es Parkplätze. Im Dezember  kann man ohne Probleme parkieren. Im Frühling und Herbst muss man sich dann im Quartier etwas suchen gehen. Vom Parkplatz aus läuft man einem Kanal entlang bis zur Registration. Schon dieser Spaziergang war herrlich. Am gegenüberliegenden Ufer schliefen diverse Nachtreiher in den grossen Bäumen.

Das Visitorcenter liefert Infos und man muss sich einmal registrieren. Es ist gratis, sie wollen aber wissen wer da rumschwirrt.

Als Fotografin konnte ich gleich eine Permission für die ganze Woche bekommen. Sie haben lediglich einen Ausweis von mir kopiert und mir dann einen Ausweis ausgehändigt. Dies berechtigte mich auch schon vor 9 Uhr hineinzugehen und nachmittags ebenfalls länger zu bleiben.

Den Plan den man bekommt ist am ersten Tag sehr hilfreich damit man sich zurechtfindet. Es ist sehr weitläufig. Bewegungsmuffel können dann halt die ersten Hides besuchen. Wer gerne läuft besucht auch die hintersten Hides. Bald weiss man um welche Tageszeit es in welchen Hides es  am besten ist vom Licht her und was einem dort erwartet.

Es ist alles sehr schön gestaltet. Wie gesagt hat es diverse Hides und Beobachtungstürme. Aber auch von den Brücken aus kann man viel sehen. Das Gebiet umfasst grosse Schilfflächen, Seen, Tümpel, Sumpf, Schlickflächen, Hecken, Wäldchen und Kanäle.

Die Tiere haben viel Platz um sich zurückzuziehen.

Es hat beim Infocenter Toiletten und einen Automat für Getränke. Aber man kein Essen kaufen! Wer also vorhat den ganzen Tag zu bleiben, sollte Proviant mitnehmen.

Was ich gesichtet habe: Rosaflamingos, diverse Limikolen, Kormorane, diverse Enten, Rallen, Fliegenschnäpper, Greifvögel etc.

Ich hatte an einigen Tagen das Gebiet beinahe für mich alleine. Leider gab es in dieser Woche zwei Feiertage. Einmal Tag der Verfassung und dann noch Maria Empfängnis. Da kamen ein paar Einheimische zum knipsen.

Dunkler Wasserläufer

Dunkler Wasserläufer

Kammblässhuhn

Kammblässhuhn

Kuhreiher

Der Kuhreiher lief mir manchmal hinterher 😉

Purpurhuhn

Purpurhuhn, das fand ich ja köstlich speziell wenn es den schneeweissen Bürzel in die Luft streckte

Rohrweihe, wenn sie flog, flogen hunderte von Kiebitzen weg!

Rosaflamingo

Stelzenläufer ( der hätte sich für’s Shooting auch etwas waschen können)

Es hat mir so gut gefallen, ich gehe bestimmt wieder hin. Das nächste Mal aber im Frühling oder Herbst. Teil II folgt dann irgendwann 😉

 

 

Kategorien:Natur, Naturschutzgebiete, Reisefotografie, Tierfotografie, VogelfotografieSchlagwörter:, , , , , , , , ,

4 Kommentare

  1. Oh, das sieht aber gut aus. Ich wusste gar nicht, dass man sich die Kamera umhängen darf, danke für den Tipp, der könnte noch mal hilfreich sein. Viele Grü0e

    • Hi
      ja, habe dies schon oft gehört und auch mal gelesen bei diversen Fluggesellschaften. Andere Fotografen machen es auch so: sie diskutieren endlos, dabei entsteht eine Menschenschlange und es geht nicht vorwärts beim Boarding. Dann oft drückt die Crew ein Auge zu. Oder man verlangt eine schriftliche Erklärung dass sie für dieses teure Equipment finanziell haften wenn ihm etwas zustösst, sollte der Rucksack zum Frachgepäck. Das unterschreiben sie natürlich nie und nimmer.
      Na ja, wenn ich meine D 5 mit der 500mm Brennweite umhänge, gibt es wenigstens noch Schmunzeleffekt bei den anderen Passagieren. Für einen so kurzen Flug von Malle bis Zürich geht’s ja noch. Aber für die Strecke über den Atlantik wäre es etwas unbequem. Obwohl es für weitere Strecken ja Grossraumflugzeuge sind. Die sind kulanter, ausser die Amis.
      Und zu beachten ist, geht man irgendwo hin wo man dann mit Kleinstflugzeugen fliegt, z.B. Afrika, Costa Rica etc, dann wird es schwierig mit dem Gewicht. Dann muss der Rucksack in den Bauch des Fliegers.
      Als wir auf Cap Verde von einer Insel zu anderen flogen hatten wir Glück. Da mussten wir alle unsere Rucksäcke einfach hinten bei der Mini- Bordküche lassen während dem Flug. Damit konnte ich leben. Das Hauptfach ist ja immer abgeschlossen.
      Hoffe dir damit gedient zu haben. LG Thee

  2. Moin Thee,
    das mit dem Umhängen der Kamera kannte ich auch nicht. Muß ich mir für den Notfall unbedingt merken. Ansonsten war ich schon sehr gespannt auf neues Federvieh. Wußte gar nicht, daß sich dafür Malle anbietet. Ich find’s niedlich, daß dich der Kuhreiher verfolgt hat. Vielleicht war er auf Leckerli aus? Flamingos hätte ich dort auch nicht erwartet. Auf jeden Fall sind es wunderbar leuchtende Aufnahmen geworden. Auch die Umgebung passt sehr gut dazu. Wahrscheinlich steht auf Malle um diese Zeit die Sonne den ganzen Tag auch etwas tiefer, ich mag das ja, weil es schönere Farben gibt. Scheint auch keine Ornithologen zu deiner Zeit dort hin gezogen zu haben. Perfekt!
    Wünsche dir einen guten Rutsch und LG
    kiki

    • Hi Kiki

      Ja, Malle ist bei Birdern bekannt. Logischerweise ist das Frühjahr und der Herbst spannender. Dann machen die Zugvögel Halt, auf dem Weg nach Africa. Aber dann hat es Touristenströme.

      Geplant war an einem Tag eine Fahrt in den Süden zu den Salinen weil es dort eher Flamingos gibt. Aber da ich endlich mal welche in Natura im Albufera sah, ersparte ich mir diese Fahrt. Zumal mir gesagt wurde dass es kein Muss ist quer über die Insel zu fahren. Zu dieser Zeit war nicht viel los.

      Es gab ein paar Ornithologen, aber sehr wenige.

      Das mit der Sonne war so eine Sache. An einigen Tagen hatte es viele Wolken die dann doch das Licht etwas zu diffus machten. Die verschwanden dann zwar wieder. Aber oft im doofsten Augenblick waren sie dann wenn gerade eine Limikole Parade stand L Aber die Auszeit war einfach herrlich und erst noch das milde Wetter, Palmen und Meeresrauschen.

      Guten Rutsch wünscht Thee

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