Amerika- Sandregenpfeifer Semipalmated Plover


Auf unserer Reise dem St. Lawrence River entlang veränderte sich das Ufer stetig. War es doch von Montreal her bis ca. Höhe Tadoussac doch eher ein normales Flussufer, wurde es ostwärts immer mehr küstenartig. Dies konnte einfach Felsen sein oder so richtig Flachufer welches Sand-Kiesbänke freisetzte sobald die Ebbe eingesetzt hat. Da fing dann doch mein Eldorado an. Das waren die richtigen Voraussetzungen für meine geliebten Watvögel ( Limikolen).

An die Reader die vorgängingen Reisebericht nicht gelesen haben: Die Gezeiten in Ost-Canada sind extrem ! Der Schub schiebt das Salzwasser weit ins Landesinnere!

So hinterlässt die Flut jeweils einen dicken Saum Meertang am sandigen Ufer. Das lockt natürlich tausende von Limikolen an. Das Futterangebot ist riesig. Da werden zig Schnecken, Krustentierchen etc. angeschwemmt. Am Strom entlang ist eine grosse Sammelstelle auf dem Zug in den Süden, sprich Süden in den Staaten oder gar Mexico. An der Küste bei New Brunswick sammeln sich dann noch mehr Vögel für den Zug.

Bei Longue-Rive konnte ich mich an den Strand setzen und einfach zugucken und knipsen. Die Vögel waren gar nicht scheu. Auch wenn sie zuerst einige Meter auf Abstand gingen, sie kamen nach paar Minuten zurück und liessen sich nicht stören. Das war total medidativ. Das Rauschen des Wassers und das Pfeifen der Watvögel.

Mein Problem war oft dass das Licht nicht optimal war. Respektive, ich hatte endlich Ebbe aber die Sonne stand ungünstig. Ich wollte mit meinem Equipment auch nicht unbedingt in die Brandung stehen, wollte doch keinen Wasserschaden heraufbeschwören.

An dieser Stelle hatte es vorwiegend den Amerikanischen Sandregenpfeifer. Er unterscheidet sich leicht vom Europäischen. Im Jugendkleid hat er einen dünnen gelben Lidring und der Übergangsstreif beim Auge ist oft nur rudimentär oder kaum vorhanden. Sie haben Spannhäute zwischen den Zehen.

amerikanischer_sandregenpfeifer_01

So eine kleine Schnecke ist einfach herrlich zum kauen 😉

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So, gehe mal auf Futtersuche ( im PK )

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Na, da schwimmt doch was….

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Kategorien:Natur, TierfotografieSchlagwörter:, , , , , , ,

4 Kommentare

  1. Hallo Thee,
    wenn das Futter ruft, dann scheint auch bei den Tierchen die Scheu irgendwann in den Hintergrund zu rücken. Da der Besucher sich eh hinter einem großen schwarzen Kasten versteckt, kann man sich wohl weiter der Futtersuche widmen 😉
    Mir gefällt das Licht, auch mag ich die Umgebung, da passt einfach alles sehr gut zusammen. Ein knuffiger kleiner Kerl 😀
    Und nein, bitte nicht noch eine Kamera ertränken, für alle anderen Bedingungen solltest du mit der tollen D5 gut gerüstet sein. Mehr geht nicht!
    LG kiki

    • Hi Kiki

      Nun, hatte doch ein paar Oooopser. Beim Whale Watching habe ich mit 2 Cams operiert. Da fiel mir von der einen Linse die Sonnenblende auf den Grund des Atlantics. War ein teurer Spass.

      Und bei der D 5 hat es unten noch ein 2. Kleines Display. Das hat es einen Riss drinn, ist aber nicht weiter schlimm, muss auch nicht repariert werden.

      Ich habe die Erfahrung dass wenn man ganz ruhig wo sitzt, die Tiere sich nicht weiter kümmern. Was sie nicht mögen sind hektische Bewegungen. Also lieber irgendwo sitzen und dann mal dort bleiben anstatt alle 5 Minuten den Standort zu wechseln.

      Habe auch erlebt dass speziell die Regenpfeifer extrem neugierig sind. Dass sie nicht gleich in den Rucksack rein sind um zu gucken was da drinn ist….

      Die kleinen Scheisserchen sind auch gut getarnt mit Braun, Weiss und etwas Schwarz. Aber man hört sie sehr gut…. Beim Fliegen gibt es immer lautstarken Kommentar 😀

      LG Thee

  2. Die sind ja echt allerliebst, die Sandregenpfeifer! Schade, dass man ihnen hier bei Kiel in aller Regel nicht so nahe kommt (also den europäischen Verwandten). Mit welcher Brennweite hast du hier gearbeitet?
    Beste Grüße,
    Patrick

    • Hallo Patrick

      Tiere fotografiere ich meistens mit 850 mm. Bei den Limis war es aber oft der Fall dass sie mir zu nahe kamen. Und wenn ich in der Nähe von Sand bin mag ich nicht ständig Konverter ran und ab zu schrauben. Habe keinen Bock auf Sand im Getriebe J in der Regel habe ich dann noch den 2. Body dabei mit 300 mm Brennweite. Aber immer mag ich nicht so viel schleppen.

      Tja, in diesen Ländern kommt man sehr nahe an die Viecher ran.

      Schönes Weekend, LG Thee

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