Ich und meine Schlangenphobie


Leser die mir nun schon ein paar Jahre folgen, erinnern sich vielleicht noch an meine ausgeprägte Schlangenphobie. Diese war so ausgeprägt dass es bis hin zum Hyperventilieren ging. 2011 trafen wir in Canada unverhofft auf ein Schlangennest, am Ufer eines Flusses. Damals musste ich mich innert Kürze entscheiden: den Ekel überwinden damit man die Bilder im Kasten hat, oder hyperventilierend zurück zum Auto rennen. Ich habe mich überwunden. Doch noch bei der Bearbeitung hat es mich leicht geekelt.

Im letzten Jahr dann erneut eine Chance. Irgendwie hat es mich plötzlich gereizt. Ich bekam den Tipp wo sich gerade ein paar Schlangen auf einer Ansammlung alter Binsen auf der Wasseroberfläche sonnen. Dies Mal benötigte ich keine Ueberwindung, war aber doch dankbar für mein Tele damit ich nicht so nahe ran musste.

Das Thema war und ist immer noch aktuell. Nun hatte ich erneut eine Gelegenheit. Ich bekam den Tipp wo es gerade recht viele Ringelnattern gibt. Ich fuhr früh morgens hin, da war aber noch nichts. Vermutlich war es ihnen noch nicht sonnig genug. Doch gegen Mittag sichtete ich die erste wie sie sich über den Teich schlängelte. Ich war fasziniert.  Ich ging von Teich zu Teich und überall waren sie aktiv. Nun, ein grosser Schritt gegen die Phobie ist getan. Ich bin aber noch weit weg davon, eine in die Hand zu nehmen. Aber ich könnte mir vorstellen bald mal einen Workshop zu machen wo man die mal in die Hand nehmen kann.

Bin immer noch am üben mit der Nikon D 500 und bin noch nicht so richtig warm geworden mit ihr 😦 Angeschraubt war das Zoom 200-500 mm von Nikon.

Ringelnatter_01

Hier musste es schnell gehen, Stativ war auf Bodenhöhe. wäre dort aber in der Perspektive zu tief gewesen da sie schon weiter weg war. Also musste ich Cam mit Stativ dran hochheben. Nicht gerade optimal aber ich wollte sie im Kasten. Natürlich hatte ich Freude dass ich endlich Schlange mit Zunge draussen hatte 😉

Ringelnatter_02

Die Oberste ist eine Adulte. Im letzten Weiher fand ich 2 Babys, ca. 50 cm lang. Man musste gut gucken, plötzlich tauchte irgendwo wieder ein Kopf auf. Leider zeigten sie sich dann eben um die Mittagszeit wenn das Licht zu hart ist. Und leider konnte ich nicht bis am Spätnachmittag bleiben.

Ringelnatter_03

Ringelnatter_04

Was faszinierend war, beide Babys waren am jagen. Die Frösche waren ihnen wohl noch eine Nummer zu gross. Jedenfalls haben sie keinen erwischt. Was sie ständig erbeutet haben konnte niemand feststellen. Es ist dunkel und glitschig. Ich tippe auf Mölche. Worüber ich erstaunt war, dass sie so viel gefressen haben gleich hintereinander. Obwohl ich eine 1/1000 drauf hatte, offenbar doch nicht ausreichend, muss mit einer Unschärfe leben 😦

Aber jetzt hat es mich so richtig gepackt, gehe demnächst wieder hin und widme mich bloss den Schlangen.

 

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9 Kommentare

  1. Hallo Thee,
    schöne Beobachtungen, die du mit uns teilst! Du weißt ja, Schlangen sind meine große Faszination. Bei 50cm Länge würde ich bei Ringelnattern nicht mehr von Babys sprechen – Ringelnatterjungtiere haben eher Bleistiftgröße. Vielleicht waren es recht junge Männchen, die deutlich kleiner als die Weibchen sind (durchschnittlich etwa 70cm).
    In der Schweiz kann man auch noch ein paar andere interessante Schlangenarten beobachten: So findet man bei euch die Gelbgrüne Zornnatter, die Aspisviper, die Kreuzotter, Schlingnatter, Viper- und Würfelnatter. Vielleicht bekommst du ja auch mal eine dieser Arten vor die Linse 🙂 ?!? Allerdings ist es jetzt gerade im Sommer oft besonders schwierig, die Tiere zu finden – mittags ist es meist zu heiß und überall sprießt die Vegetation, die so die Tiere häufig vor unseren Augen verbirgt . Kurz vor der Winterruhe im September hat man dann meist nochmal gute Gelegenheiten, Arten wie die (äußerst versteckt lebende) Schlingnatter zu beobachten, da sie dann die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres intensiv nutzen. Und auch die Jungtiere der verschiedenen Arten kommen meist im August/September zur Welt. Würde ich in der Schweiz wohnen, würde ich dir ja eine gemeinsame Schlangenpirsch anbieten 🙂
    Dir auf jeden Fall noch viel Freude mit diesen interessanten Tieren – ich finde es gut, dass du deine Phobie überwunden hast!
    LG
    Patrick

    • Hi Patrick,

      überwunden wäre zu dick aufgetragen. Aber ich gehe das Problem an;-)

      Nun, da ich halt oft in Wassernähe bin wegen Wasservögeln, treffe ich dort eher auf Schlangen die ebenfalls dieses Gebiet bevorzugen. Aber Berge sind noch angesagt wegen den Steinböcken, vielleicht treffe ich dort auf Schlangen.

      Mein Wunschbild habe ich noch nicht. Schlange leicht zusammengerollt, Kopf leicht gehoben mit Zunge draussen. Man hat ja sonst keine Ansprüche. Möglichst auf flachem Stein.

      Und Canada steht ja noch an, machte ja eben dort erste Erfahrungen.

      Schönen Tag wünscht Thee

      P.S. käme gerne mit dir auf die Schlangenpirsch 😉

      • Ich glaube, dein Wunschbild wird sich ohne Manipulation eher selten realisieren lassen – leider sind derlei Bilder häufig gestellt (natürlich nicht immer) durch Umsetzen des Tieres in eine fotogene Umgebung… Ich drücke dir natürlich dennoch die Daumen! In Wassernähe hättest du in der Schweiz recht gute Chancen auf die Würfelnatter, die von Fischen lebt sowie die ähnlich aussehende aber in der Schweiz sehr seltene Vipernatter. Beide gehören wie die Ringelnatter zur Gattung der europ. Wassernattern (Natrix).
        Dir viel Erfolg und einen schönen Tag!

      • Nun, mein Wunschbild wäre wohl mal der pure Zufall. Aber ab und zu trifft man auf solche. Bis dahin habe ich nun einfach Spass mich etwas mit Schlangen auseinanderzusetzen, sie zu beobachten etc.

        LG Thee

  2. Moin Thee,
    das ist doch eine schöne Form der Therapie. Könnte dir noch eine Boa anbieten, da kannste dann auch mit dem Makro ran 😀 Ich finde alle Bilder total klasse, die Umgebung mit den bunten Blättern passt perfekt. Vielleicht schaffst du es mal und nimmst sogar eine in die Hand. Wirst dich wundern, wie schön weich sich ein Reptil anfühlen kann.
    Lieben Gruß von der Schlangenmutter
    kiki

    • Hi Kiki

      Erste Frage, geht es deinem Baby gut? Findet sie sich gut zurecht? Du siehst, denke an dich J

      Na ja, diese Seerosenblätter passten mir nicht optimal. Aber eben, hatte kein Wunschkonzert. Das nächste Mal möchte ich auch dort sein wenn das Licht weicher wird. Aber da es zur Zeit nur vom Himmel runter kübelt, keine Ahnung wann das sein wird.

      Ja, ne Schlange anfassen möchte ich definitiv mal. Kann dann immer noch sagen, nee, nicht mein Ding. Auch ihr dann so nahe zu sein könnte meiner Therapie weiterhelfen. Aber dachte vorher kurz an ein Szenario: Thee in den Tropen, Hotelzimmer und plötzlich ne grüne Schlange unter dem Bett. Herzkrise gewiss ! In diesem Sinne, schönen Abend, LG Thee

      • Naja, er frißt wieder, aber den Knacks hat er weg, das merkt man ihm an.
        Eine fremde Schlange unterm Bett würde mich allerdings auch ein wenig ängstigen, kann ja giftig sein. Da hatte ich in Australien ja Respekt vor. Zum Glück hat sich keine blicken lassen. Bleibt halt noch die Spinne….die kann nix dafür, aber das ist meine Phobie.
        Wie schon geschrieben, mich stören die bunten Blätter überhaupt nicht, das zweite Bild mag ich daher am liebsten. Hättest noch einen Polfilter draufschrauben können, aber das wäre wohl zuviel des Guten gewesen 😉
        LG kiki

      • Spinnen gehen gut bei mir, nehme die auch in die Hand und befördere sie nach draussen. Aber Schnecken und Würmer grausen mich und von Saugwürmern in Teichen reden wir gar nicht, mein absoluter Horror. So Blutegel und Co, igitt !!

        Mit Filter ist es schwierig. Normalerweise brauche ich keine. Aber ich frage mich ob es dann im Atlantik vor Vorteil wäre. Aber meine Lee Filter passen nicht auf die grosse Tüte.

        Habe Patrick im Blog geschrieben. Mein Traumfoto: Schlange eingerollt, Kopf angehoben mit Zunge draussen, das auf einem schönen Stein. Habe eben noch kleinere Wünsche.

        Fahre morgen früh in die Französische Schweiz, hoffe dort hat es etwas Action. Hier herum ist gerade tote Hose.

        LG Thee

      • Das mit dem Polfilter war auch mit einem Augenzwinkern geschrieben. Mich stören die Reflexionen auf dem Wasser nicht und bei Schüssen wie diesem ist der wohl auch eher hinderlich. Zumal die LEE Variante ja auch einen ziemlich sittenwidrigen Preis hat. Ich besitze nur einen einfachen Schraubfilter, nutze den aber so gut wie nie. Bei Landschaften mit Ultraweitwinkel sowieso eher kontraproduktiv, da der Himmel leidet.
        Tja, Schlange eingerollt und Zunge draußen ist wohl nicht leicht zu machen. Dafür sind die zu scheu, oder du mußt in eine Gegend fahren, wo es größere Exemplare gibt. Die sind meist lässiger. Meiner taugt allerdings hier nicht als Model, der ist außerhalb seines Terras ein ziemlicher Feigling.
        LG kiki

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