Sanderling (Calidris alba)


Einige von euch, nämlich die Norddeutschen unter euch, mögen schmunzeln dass ich so  auf einem Hype bin wegen den Watvögeln. Es ist nun aber halt mal so dass ich in einem Binnenland lebe. Es gibt hier ein paar Stellen wo Watvögel Halt machen wenn sie am reisen sind. Aber in den meisten Fällen sind diese Stellen auch für 700mm Brennweite etwas weit weg. Glück hatten wir im letzten Herbst, habe öfters über dieses Limikolen Eldorado berichtet.

Von meinem Aufenthalt auf Helgoland und der Düne im Jahr 2014 her, wusste ich dass ich zu dieser Jahreszeit natürlich nicht mehr allzu viel Watvögel antreffen werde.

In der Regel hat es auf der Düne gewisse Stellen wo sich einige von ihnen tummeln. Aber an einer guten Stelle war es im letzten Dezember beinahe unmöglich, etwas näher zu gehen. Zu viele Bullen lagerten dort 🙂

Aber ich wurde fündig auf Helgoland selber und zwar am Nordstrand. Links der Mole konnte ich mich an den Strand setzen. Zuerst flogen die Watvögel weg, kamen aber schnell wieder und liessen sich bald mal nicht mehr von mir stören. Angetan haben es mir die Sanderlinge und die Austernfischer. Erstaunlicherweise waren noch 5 Stück dort. Ich vermutel weil das Wetter Mitte Dezember noch sehr mild war. Meerstrandläufer und Steinwälzer konnte ich eher ignorieren. Von denen habe ich doch schon viele Bilder auf dem Rechner.

Im Gegensatz zu anderen Watvögel ist der Sanderling eher klein und schnell.  Er rennt flink am Strand entlang sobald die sich die Welle zurückzieht. Dort pickt er Kleintiere auf. Er ist selten einfach ruhig und steht mal ein paar Sekunden nur dort. Das heisst, mit der Verschlusszeit so hoch wie möglich. Mir gefällt der Vogel auch im Schlichtkleid mit dem reinen Weiss und dem Lackschwarz des Schnabels. Die Austernfischer ergaben leider keine guten Bilder. Zum Zeitpunkt wo ich sie sichtete, tobte ein Sturm von 95km/h und es blies mich beinahe in die See raus:-D. Auch Linsenwechsel war eher nicht zu empfehlen. Ich selber hatte bereits Sand in den Augen, Mund und Ohren. Manchmal dachte ich mir schon was ich mir so alles antue:-)

 

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Kategorien:Natur, Naturschutzgebiete, Tierfotografie, UncategorizedSchlagwörter:, , , ,

9 Kommentare

  1. Prima Schnappschuss! Durch die Einbeziehung des braunen Seetangs im Vordergrund, dem blauen Meer im Hintergrund und der „Pose“ des Sanderlings wird die räumliche Illusion – trotz der langen Telebrennweite – eindrücklich wiedergegeben.
    Das Klavierschwarz des Schnabels und das leuchtende Weiß im Gefieder dürfte eine Herausforderung für die Druckvorstufe darstellen, oder? Wegen des allgegenwärtigen feinen Flugsandes transportiere ich meine Fotoausrüstung am Strand immer im Rucksack oder einer Tasche und entnehme die Kamera nur kurzeitig zum knipsen. Abends stelle ich meist die Container auf den Kopf und es rieselt manchesmal doch noch etwas Sand heraus. Meine Sonnenbrille reinige ich täglich unter fließendem Wasser, um die Salzablagerungen abzuspülen – ohne das optische Glas zu zerkratzen …

    • Generell mag ich die Limikolen in der Perspektive ( normalerweise liege ich am Boden. Aber ich hatte dann doch keine Lust mitten im Seetang zu liegen ) mit Wasser mindestens im Hintergrund. Der Seetang unterstreicht sicherlich das maritime Feeling. Leider pickten die äusserst kleine Tierchen auf und somit hatte ich auf keine Bild irgend ein grösseres Lebewesen im Schnabel. Bei Brachvögeln, Kampfläufer etc ist die Chance grösser, mit Food im Schnabel. Mensch, ich drucke doch nicht alle Bilder aus 😀 Meine Wände sind voll ! An Tieren habe ich lediglich den Eisvogel mittels Technik Wanddisplay und die Schneeleoparden Zwillinge (Babys) auf Brushed Alu, eine 3 er Serie. Dann noch Gewürzbilder von Nordafrika auf Leinwand. Die Serie Menschen aus Nordvietnam sind auf AluDibond. Was ich mache ist, gewisse Tiere gibt es auf Glückwunschkarten. Dazu verwende ich von Canson infinity den Photosatin Premium CR. Ich liebe diesen Karton. Es glänzt nicht zu stark. Es ist ja mehr leicht perlig. Und die Dicke ist perfekt um ein A4 schön zu falten.

      Nachdem Ilford eingestampft wurde musste ich eine Alternative finden. Bin nun aber sehr happy damit. Auch preislich gut machbar.

      An diesem Tag bot Helgoland wettermässig ziemlich alles: Windböen, Hagel, starke Regenschauer, Regenbogen und logischerweise Sonne. Es war also ein dauerndes rumschrauben für Belichtung etc notwendig. Und eben: Achtung fertig los: grosser Regenschauer kommt, alles einpacken. Einmal konnten wir uns knapp unter einen Unterstand begehen bevor wir pudelnass waren. Zuhause rieselte dann noch der Sand aus den hinteren Taschen meiner wattierten Outdoor Hosen :-D. Der Rucksack wurde komplett geleert und hin und her gekippt. Das Beste wäre natürlich mit zwei Cams zu operieren. Eine mit der grossen Tüte drauf und die andere mit Weitwinkel für Langzeitbelichtung. Aber eben, bei dem Wetter war Langzeit leider meistens unmöglich da es so stark am Stativ rüttelte;-)

      Aber heuer werde ich auf der grossen Reise wohl auch auf Limikolen treffen. Auch im Archipelo Mingan tummeln sich tausende von Vögeln. Darunter hat es auch Watvögel. Die sind dann leider auch schon wieder aus dem Prachtskleid raus aber alles kann man nicht haben. Würden wir im Frühling gehen, hätten wir nicht alle Wale dort. Diesmal geht es mit 2 Cams auf’s Schlauchboot. Eine Cam mit Weitwinkel damit der 32 m lange blaue Wal auch ganz auf’s Bild kommt. Auch im Golf von St. Lawrence auf einem Schlauchboot kann man keine Linsen wechseln 😉

      Aber die Chance für Tierfotografie ist in Canada natürlich super zumal alles nicht so überlaufen ist wie hier in der CH und Germany.

      LG Thee

      • Bei Familien Urlauben auf der nordfriesischen Insel Föhr hatte ich anfangs meine Meßsucherkamera mit dem 35iger WW, Sonnenblende und Bereitschaftstasche im Rucksack verstaut, da wir oft per Fahrrad unterwegs waren und das Auto nur zur An- und Abfahrt verwendet wurde. Ab 2004 konnte ich meine Fotos am Südstrand oder Goting Kliff mit einem Zoom knipsen, welches etwa den KB-Brennweitenbereich von 28 mm bis 108 mm abdeckte. Zudem war die DigiCam besser gegen Staub und Wasserspritzer schon ab Werk geschützt. Die RAW Files bereitete ich später am Mac zum Ausdruck mit einem 4C Photodrucker auf für Drucke bis 15 cm mal 20 cm.

        Bilder, die nicht aufgehängt werden, lagere ich in Mappen oder Büroordnern, wo sie lange ihre Farben behalten bzw. sich mögliche Flecken aufgrund mangelhafter Wässerung der SW-Barytpapiere in dunkler Umgebung erst garnicht in Erscheinung treten.

        Viel Spaß in Canada!

  2. Ja, den Piepmatz kenne ich 😉 Nun weiß ich auch seinen Namen. 😀 Von dem schlechten Wetter sieht man nichts… Aber der Sand ist echt ätzend. Mein Gitzo wurde auf der Düne in’s Wasser gespült, der Sand klebte anschließend regelrecht an dem Ding, hab es zwar auseinander genommen aber ab und zu kratzt immer noch was. 😦 Das Licht in deinen Bildern ist wirklich schön. Wintersonne hat was, wenn sie sich dann auch zeigt.
    LG kiki

    • Ja das Licht der Wintersonne ist nicht zu verachten. Aber eben, die Stürme und dann sooo viel Sand. Habe noch Bilder vom Nordstrand wo eine schwarze Wand vom Norden her auf mich zu kam. Kurz darauf war ich klitsche Nass !

      Heute hat es im Gitzo drinn auch wieder geknirschtJ Souvenir von Helgo

      Habe gedacht es sei gründlich gereinigt, scheint nicht so.

      Heute hatten wir Frühling mit 11°C und herrlicher Sonne. Konnte mich mal richtig austoben und mit 2 Cams knipsen 😉 Die Vögel zeigten ihre Hormone, spüren wohl den Frühling.

      Und eines meiner Tech Probleme ist gelöst. Nach der letzten Session hatte ich ein riesen Fragezeichen im Hirn. Weshalb hat meine CF Karte keine RAW Dateien geschrieben (bei der D800)

      Hach, heute die grosse Erleuchtung. Zeigte was auf dem Display einem anderen Fotografen und stutzte plötzlich. Weshalb heissen meine Dateien wieder DSC und nicht TDP. Super, prima, Nikon hat meine Cam wieder auf Werkseinstellung gesetzt. Mensch!!! Musste wieder sämtliche Settings nach meinem Gusto einrichten.

      Mit Lightroom lernen bin ich noch nicht viel weiter. Ich glaube ich mag diese Software nicht! Ist halt wenn man so viele Jahre mit CS gearbeitet hat…

      Habe daher die RAW der anderen Cam im Lightroom einfach zu DNG konvertiert und dann mit gewohntem Workflow im CS bearbeitet. Die nächsten Tage bleiben so mild und sonnig. Also gleich wieder auf die Piste.

      LG Thee

      • Immerhin haste jetzt ein Problem weniger. Mit Lightroom wird es schon, hab ein wenig Geduld. Ich fand’s am Anfang auch tüddelig, nach ein paar Wochen ging es dann aber. Am schlimmsten war die neue Verwaltung der Bilder. Musstest du überhaupt bei diesen schönen Aufnahmen großartig nachhelfen?

      • Kann dir da nur beipflichten was die Bilderverwaltung angeht. Mensch, finde ich das doof! Bin mir wirklich besseres gewöhnt. Und eben, ich liebe das Arbeiten mit Ebenen. Aber ich gebe ihm sicherlich eine Chance von ein paar Wochen 😉

        Bei den Sanderlingen weiss ich nicht mehr was ich bearbeitet habe. Logischerweise gehört immer ein Crop dazu, die Viecher sind ja klein. Da ich bei Vogelfotografie meistens eine leichte bis mittlere Minuskorrektur verwende, ging es wohl mit dem Weiss. Kann sein dass ich den mittleren oder hellen Kontrast leicht erhöht habe. Mit dem Schwarz komme ich meistens besser zurecht. Auch wenn die D800 geeignet ist für schwierige dynamische Situationen, so grell schwarz/weisse Tiere sind immer eine Herausforderung. Die Eiderente gehört auch dazu. Die ist so tief schwarz dass das Auge total versinkt. Es kommt natürlich auch immer auf die Lichtverhältnisse an, wie grell die Sonne scheint etc.

        Bei den Austernfischern musste im CS tief in die Trickkiste greifen. Da war das Wetter dann total mies! Aber immerhin kann ich die Bilder von der Qualität her auf iPad und Phone zeigen 😉 Es juckt mich enorm in den Fingern, Zug und Fähre nach Helgo zu buchen. Aber bei der neuen Fähre gibt es neue Gepäcksbestimmungen. Da käme ich wohl schlecht weg. Obwohl im Frühling hätte ich weniger schwere Klamotten dabei. Muss jetzt mal den Flug ins Canuckenland buchen, dann sehen wir weiter. Was den Canadischen Dollar anbelangt, da bin ich ja super bedient zur Zeit. Habe wohl noch nie so viele Can $ bekommen für einen Franken. Und das Benzin drüben ist natürlich auch super billig. Na ja, die Vorfreude steigt. Ich liebe es Reisepläne zu schmieden 😛

        Wünsche dir noch eine gute Woche, LG Thee

    • Ich bin nur mit PS vertraut – mit LR habe ich noch nicht gearbeitet. Bei Joachim Schuhmacher gibt es einen Vergleich beider Tools aus der Praxis, hier ein kleiner Auszug:

      Sicherheit

      Je weniger eine Software macht, desto sicherer ist sie.
      Bridge macht relativ wenig. Es fügt XML-Dateien hinzu für z.B. die IPTC-Anhänge.
      Lightroom hingegen beinhaltet eine hochkomplexe Datenbank. Datenbanken sind bereits das komplizierteste in der Programmierung. Die Struktur von Fotodatenbanken ist allerdings nochmals komplexer. Wäre es einfach, würde es zahllose kostenlose Konkurrenzprodukte zu Lightroom geben.
      Eine wahre Geschichte zu Datenbanken. Als ich vor einigen Jahren in einer großen deutschen Bank tätig war, traten dort Probleme mit einer systemrelevanten Datenbank auf, welche die hauseigenen Datenbankspezialisten auch nach einigen Tagen intensiver Arbeit nicht in den Griff bekamen. Wohlgemerkt handelte es sich hierbei um für Datenbanken speziell ausgebildete IT-Fachkräfte. Da ich selbst Datenbanken programmiere und die Komplexität kenne, empfahl ich daraufhin, den sofortigen kompletten Neu-Aufbau der Datenbank im zweiten Rechenzentrum mit dem danach möglichen Umschalten der gesamten Applikation auf das zweite Rechenzentrum. IT und Vorstand waren dagegen, weil sie Hoffnung auf Reparatur hatten. Daraufhin ließen wir einen Datenbankexperten der Herstellerfirma aus den Staaten erster Klasse einfliegen. Für einen Tagessatz von 6.000 Euro untersuchte er die Datenbank, kam zur sachlichen Aussage, dass sie unrettbar verkorkst sei, empfahl die komplette Neuaufsetzung der gesamten Datenbank im zweiten Rechenzentrum und flog wieder erster Klasse zurück. Wir kamen also zu meinem Vorschlag, hatten jedoch viel Geld und noch mehr wertvolle Zeit verloren. – Wenn selbst reiche Großbanken mit eigenen großen IT-Abteilungen und mit den Herstellern zusammen nicht immer Datenbanken retten können, so sollte dies für alle Normalanwender eine deutliche Warnung sein. Sichern Sie Ihre Datenbank regelmäßig, damit sie zumindest den alten Zustand wiederherstellen / neuaufbauen können. Fehler bei Datenbanken – seien es menschlich oder technisch verursachte – können immer auftreten.
      Erfahrungsgemäß kommt hinzu, dass viele Menschen mit den Sichten der Datenbanken Probleme haben im Vergleich zur physischen Behandlung von Dateien. Das Löschen einer Datenbanksicht (z.B. eine Sammlung bzw. ein Katalog) oder das Löschen eines Datenbankeintrages hat keinen Einfluss auf die physische Datei selbst.
      Eine Datensicht kann man z.B. mit einem Blick auf die Natur aus einem Wohnungsfenster vergleichen. Sofern Sie das Rollo am Fenster herunterlassen, sehen Sie zwar die Dinge nun nicht mehr. Aber die physische Natur draußen dürfte sich dadurch nicht verändern.
      Allerdings vermischt Lightroom in zahlreichen Befehlen diese beiden Dinge grundlegend, wodurch das Verständnis erschwert und die Gefahr für Missverständnisse und Fehler wächst. – Mit anderen Worten: Viele Befehle im Programm haben nur einen Einfluss auf die Datenbankeinträge. Manche Befehle haben jedoch auch einen direkten Einfluss auf die physische Datei selbst (z.B. Dateien in Ordnern verschieben).
      Sicherheit bedeutet heute jedoch auch Unabhängigkeit vom Netz. Somit sind Programme, welche zwingend einen Kontakt zum Internet benötigen, wie die gesamte moderne Adobe Cloud CC-Suite nicht sicher. Sie können nicht komplett off-line auf einem PC betrieben werden. Damit setzen Sie Ihren PC der Gefahr eines Angriffes aus.

      [http://foto-schuhmacher.de/artikel/software/photoshop-und-lightroom.html]

      • Hi

        Ich möchte mein Leben nicht komplizierter gestalten als es sein muss. Da ich noch im Berufsleben stehe muss ich auch meine Zeit gut einteilen. Ich komme mit meinem System bestens klar. Ich habe ein klar strukturiertes Ordnersystem für Fotos separat auf einem speziellen Drive, logischerweise mit Backup. Andere Dateien sind woanders aber ich habe alles voll im Griff.

        Im Explorer kann ich schieben, löschen etc.

        Im Fotoordner habe ich meine Trips nach Datum im entsprechenden Gebiet wo ich war. Da sind die jpgs und RAWS. Ist ein RAW bearbeitet sehe ich dazugehörend ja noch das XMP file. Das zeigt mir gleich, dieses RAW wurde bereits einmal bearbeitet. Aber wie du ja weisst, ich kann es jederzeit erneut anders bearbeiten und neu abspeichern. Die bearbeiteten Bilder kommen dann in den Unterordner: Edit im selbern Ordner. Da kann ich dann blättern und entscheiden ob ein Bild auf die WEbseit kommt, auf’s iPad etc.

        Jeder hat ja seinen Workflow. Gut, einige haben ihre Dateien nicht im Griff und suchen ständig irgendwas. Es lohnt sich also eine Struktur zu erstellen die einemSinn macht. Jeder tickt ja anders.

        Schönen Tag, LG Thee

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