Mit etwas mehr Toleranz ginge im Leben alles viel besser


Nun, es ist ja nichts Neues dass Ornithologen und Fotografen oft im Clinch sind. Oder anders gesagt, die beiden sind nicht unbedingt kompatibel. Schon oft habe ich Streits zwischen den Beiden mitbekommen. Um es den Lesern zu erklären welche zu keiner dieser Gruppe gehören hier der Zustand.

Ornithologe:steht mit seinem Spectiv und möchte einfach Vögel angucken. Aber auch er geht dann oft näher als er sollte. Darunter hat es paar Wichtigtuer, die aber gar nicht mal so viel von der Materie verstehen. Sie hassen das Clicken der Cams, finden das stört die Vögel. ( ab und zu ist dies der Fall) Ornithologen können sich oft ungeniert direkt vor die Fotografen stellen.

Fotografen: Sie wollen den ultimativen Shot und gehen oft zu nahe ran. Und in der Tat, mit dem Serienklick verscheucht man ab und zu Vögel.

Beide Gruppen: oft sehr unhöflich zu Leuten die einfach fragen was es denn zu sehen gibt. Okay, manchmal stört es. Dann kann man aber höflich ein psss-Zeichen geben und signalisieren, bitte Ruhe. Es kommt immer auf den Tonfall an. Und man kann es auch aus anderer Sicht sehen, erklärt man den Leuten was man hier tut, hat es noch eine edukative Funktion und man sensibilisiert Leute.

Aber he Leute, mit Toleranz von beiden Seiten könnte es doch bestens funktionieren. Man kann sich doch auch höflich absprechen.

Bis anhin war ich nur Mithörerin von Fights. Heute wurde ich verbal angriffen. Gestern sass ich für ein paar Stunden am Rande eines Schilfgürtels im Kies. Watvögel: Zwergstrandläufer, Temminckstrandläufer, Flussregenpfeifer, Teichhuhn und Alpenstrandläufer liessen sich nicht stören. Die kamen sogar beinahe zu nahe zu uns, zu nahe für unsere grössen Röhren. Wir sassen manchal zu viert dort und störten offenbar nicht. Heute meinten 3 SOGENANNTE Ornitholgen das könne ich nicht machen. Ich erklärte dass es die Vögel weder stresst nocht stört. Die Herren  wollten gemäss Aussage nämlich geniessen. Ich ging an meinen Platz und fotografierte mit Genuss und erneut, die Vögel fühlten sich nicht gestört. Die Ornithologen aber genossen wohl nicht. Sie quatschen nämlich ununterbrochen 😉

Meine Meinung zu diesem Thema: Es ist wie bei den Religionen oder in der Politik: mit den gemässigten kann man bestens leben. Ich habe schon sehr viele super Ornithologen getroffen und viel von ihnen gelernt. Wenn beide Seiten gemässigt sind können doch alle ihre Freude an ihrem Hobby haben, oder?

Hier noch ein süsser Flussregenpfeifer

Flussregenpfeifer_01

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Kategorien:Natur, TierfotografieSchlagwörter:

2 Kommentare

  1. Nun ja, da kann ich als stiller Beobachter beider Seiten dir nur beipflichten. Kenne das vom Lummenfelsen auf Helgoland. Da geht’s auch immer um die besten Plätze. Ich bin da keine Konkurrenz mit meinem Weitwinkel, daher lassen die mich einfach gucken. Ich erinnere mich noch an ein sehr nettes Gespräch mit einem Hobbyornithologen, der mir erklärte, daß aufgrund des Windes die Basstölpel gezwungen waren, am Felsen rückwärts „einzuparken“ und gerade die Jungtiere sich dabei oft noch etwas unbeholfen anstellten. Da wär ich von alleine nie drauf gekommen. Es geht immer nur gemeinsam. Gerade das ist eine Bereicherung für beide Seiten, aber Querköpfe gibt es leider überall.
    LG kiki

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