Istanbul


Istanbul hat mich bereits beim ersten Mal fasziniert. Nun durfte ich diese coole Stadt erneut für 8 Tage erleben. Und erneut, ich bin immer noch fasziniert. Es wurde nie langweilig. Oft werde ich gefragt, was findest du den dort so toll.

Nun, obwohl Istanbul riesig ist, es hat überall seine kleinen, intimen Ecken mit viel Charme. Sei das die Altstadt, Beuyogly, Üsküdar etc. Dann fühle ich mich natürlich wohl mit so viel Wasser um mich rum. Der Bosporus, das goldene Horn und die Marmera See unterteilen die Stadt. Die 7 Hügel tragen zum Reiz bei und lassen diese riesen grosse Stadt dynamisch wirken. Eine andere Faszination ist der Konstrast von der Moderne zum Alten. Dazu kommt der Kontrast vom Europäischen zum Oriental Touch.

Die Menschen sind äusserst freundlich und aufgestellt und immerzu hilfsbereit. Bei ca. 17 Millionen Menschen würde man denken es herrscht eine Hektik. Dem ist nicht so. Überall sehe ich Gemütlichkeit und man nimmt es locker.  Auch die Toleranz hat mich immer wieder tief bewegt. Istanbul bietet für jeden Geschmack etwas. Sei es für Shopping, Kultur relaxen etc. Aber ich werde natürlich eher auf den fotografischen Aspekt fokussieren. Da könnte man Chip um Chip füllen, es gibt so viel zu knipsen.

Für den Architekturliebhaber ist es sicherlich ein Eldorado mit den wunderschönen Gebäuden und Moscheen. ( Och, es hat bloss 4000 davon ) 🙂

Dann ist eben wie erwähnt, landschaftlich schön mit den Gewässern. Für Streetfotografen ist es der Himmel auf Erden 🙂 Auch Istanbul by night ist eine neverending Story.

Hier einige Tipps:

Genug Speicherplatz!!!    Sicher gehört ein Weitwinkel zum Equipment sowie ein Objektiv für Streets und ein anständiges Zoom  ist auch von Vorteil. Stativ ist natürlich nötig für Panoramas oder Night. GND Filter nicht verkehrt bei Sonnenauf-oder Untergängen. Ev. ND Filter wenn man ansonsten Langzeit machen möchte.

Mein Equipment bestand aus:

meiner Nikon  D 800, 24.-120 , 16-35 und 80-400 , Leefiltern, Dreibeinstativ, Fernauslöser, Taschenlampe, Ersatzbatterie und Kleinkram. Ich habe jeweils nicht so viele Chips dabei weil ich mit Laptop und externer Harddisc reise. Abends wurde jeweils die Ausbeute des Tages auf die EHD transferiert. Regenschutz für mich selber und für Fotorucksack, Regenschutz für nur Cam und Linse.

Blitz darf nicht überall angewendet werden. Ich habe mich den ISO’s gearbeitet.

Natürlich gehört es dazu dass man die wunderschönen Touristenattraktionen knipst. Es wäre ja fatal wenn man die blaue Moschee ( Sultan Ahmet Moschee) nicht von aussen und innen fotografiert 🙂 In den Moscheen darf man fotografieren sofern nicht Gebetszeit ist. Wenn jemand ausserhalb der Gebetszeit dort betet, kein Problem. Vor den Moscheen werden den Touristenfrauen Kopftücher zur Verfügung gestellt. Für die Schuhe welche man ausziehen muss gibt es Plastikbeutel. Ich empfehle die Schuhe mit reinzunehmen. Für Herren in Shorts über Kniehöhe gibt es Tücher um zu umhüllen. Für Frauen in Shorts oder Minirock gibt es Kaftans. Dies ist alles gratis und man legt es einfach wieder zurück.

Für gute Streetphotos: etwas weg von den Touristen. Ich empfehle, einfach losmarschieren mit Karte im Rucksack. In den kleinen Gassen der Altstadt lauert an jeder Ecke oft Unerwartetes. Männer lassen sich in der Regel problemlos fotografieren. Hat mich jemand direkt angeschaut, habe ich mit Mimik und Gestik quasi gefragt: Darf ich ?

Bei Frauen ist es schwieriger. Die mögen es nicht. Und je traditioneller, desto schwieriger. Da muss man eher mit dem Zoom ran. In den Strassen gibt es witzige Motive, Schöne aber auch Traurige. Ich spreche da die Armut an.

Für Bilder von der Hagia Sofia und der blauben Moschee: geht in eines der Restaurants mit Dachterrasse. Für die Blaue Moschee eignet sich das Restaurant Zafir gut. Dies für Nachmittaglicht und Nachtbeleuchtung. Für Morgenlicht, Dachterrasse vom Hotel blue house. Die Terrasse ist nicht offen zu dieser Zeit aber wenn man an der Reception nett fragt für Fotos, kein Problem.

Die Hagia Sofia wird zur Zeit restauriert. Daher verzichtete ich auf viele Bilder davon.

Für Istanbul bei Night: wie gesagt: Dachterrassen um Bilder aus der Nähe zu machen. Ansonsten:  Autofähre nehmen nach Harem (asiatische Seite) . Dort gleich nach der Fähre knipsen und dann Richtung Maiden Tower laufen. Dann schlägt man alle Fliegen mit einer Klappe.

Wenn man bei der Fähre in Harem nach rechts geht, kommt man in den Güterhafen. Dort empfehle ich, nachts eher nicht alleine. Sicher nicht für eine Frau. Aber wenn man links geht, auch für eine Frau kein Problem.

In den Touristengebieten, auf den Hauptstrassen ist es auch nachts für Frauen kein Problem. Ich würde aber nicht in die Backstreets gehen.

Möchte man Aufnahmen in der Cisterne: folgende Regeln: wenn man das Stativ verwenden will für Superaufnahmen, bezahlt man 40 Euros. Idiotisch, ich weiss! Wer aber nicht 40 Euros bezahlen will für 4-5 Fotos im Dunklen mit Lichteffekt: man stelle die Cam auf das Geländer. Man kann immer noch schöne Bilder machen 😉

Der Galatatower ist natürlich auch super für Aufnahmen über die ganze Stadt. Dort darf man aber neuerdings kein Stativ mehr mit hochnehmen. Es gibt einfach nicht genug Platz.

 

Was ich zusätzlich empfehlen kann, ist die Istanbul-Card. Man kann sie zum Beispiel im Hotel beziehen. Dann lädt man sich auf an einer Ladestation bei den Haltestellen und füttert sie mit Noten.

Dann kann man sie verwenden für : Trams, Busse, Metro und sogar Fähren ( nicht Alle) Aber man bedenke, je mehr man umherläuft, desto mehr sieht man 😛

Hier sind nur ein paar Bilder was Istanbul ausmacht. In den nächsten Wochen werden immer wieder Aufnahmen folgen. Aber ich bin erst zurück mit ein paar tausend Bildern.

Dönerstand

An jeder Ecke einen Dönerstand

Schuhputzer

Ebenfalls oft zu sehen, Schuhputzer

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In kleinen, intimen Medresen raucht man die Nargile

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Die Sultan Ahmet Moschee by night ( von der Asiatischen Seite aus, resp. Üküdar, aus geknipst)

Zu erwähnen wäre noch der Stress, dort Nachtaufnahmen zu machen. Weshalb? Nun, man hat kaum Zeit zu belichten. Der Verkehr auf dem Bosporus auch bei Nacht ist enorm. Die Autofähre fuhr ständig durch das Bild und viele andere Boote. Oder wenn kein Boot fuhr, dann ev. ein kleines Sportflugzeug. Und viele Bilder haben einfach herrlich farbige Querstreiffen 😦

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Der Maidentower ( oder auch Leanderturm )  und im Hintergrund links die Hagia Sofia und die blaue Moschee. Die Geschichte zum Turm HIER

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6 Kommentare

  1. Hallo Thee,
    Endlich! Ich war schon ganz ungeduldig! Die Streetfotos sind genial, alles so richtig mittendrin 🙂 Dazu noch die tollen Nachtaufnahmen, hast dich ja schwer in’s Zeug gelegt. Hat sich aber gelohnt! Tausende Bilder… viel Spass beim Auswählen 😀 40€ für die Nutzung eines Stativs sind natürlich happig, ich denke ich hätte die Mauer genommen 😉
    LG kiki

    • Hi Kiki

      Es nimmt Zeit zumal mein Gast von Canada ja noch da ist. Kann also nicht ewig am PC sitzen. Die Grobausmistung hat schon in Istanbul stattgefunden. Nun erfolgt Auswahl zwei und drei.

      Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Und nein, ich zahle auch nicht 40 Euro damit ich für 4-5 Bilder Aufnahmen machen kann. Nehme halt dann eine leichte Unschärfe in Kauf. Auch die Dachterrassen- Restaurants haben nun Glasscheiben gemacht welche recht hoch sind. Somit können Fotografen kaum noch Nachtbilder machen. Tja, alles hat seinen Preis.

      Es kommen bald mehr Bilder 😉 Aber nachdem mein Gast dann gegangen ist, habe ich ja weitere Projekte vor.

      Liebe Grüsse Thee

  2. Hallo Thee,
    Istanbul ist ein geniales Reisziel. Ich kann Deine Faszination gut nachvollziehen. Es gibt dort unzählige „Hot Spots“ zum fotografieren und wo man sich einfach hinstellen und dem Leben zuschauen kann. Da ist eine Speicherkarte schnell gefüllt. Von den ersten Bildern gefallen mir die Nachtfotos besonders gut. Bin gespannt auf die nächsten. Ich selbst war 2007 eine Woche lang dort und habe durch Deinen Artikel angeregt mal wieder in meinem eigenen flickr Album geblättert :-).
    Liebe Grüsse,
    Gilles

    • Ja genau Gilles,

      oft wünschten wir uns dass wir das Tele dabei haben. Aber wir konnten nicht 10 oder mehr Kilometer laufen mit dem gesamten Equipment. Man könnte sich einfach irgendwo auf einem Platz hinsetzen und knipsen.

      Ich denke, ich gehe irgendwann wieder hin. Ich bin nämlich verrückt nach Turkish Delight, speziell Pommegrate with Pistachenuts 😀

      Morgen fahren wir in die Westschweiz. Ich glaube ich brauche noch mehr Urlaub nur damit ich Bilder editieren kann 😀

      Liebe Grüsse Thee

  3. Hi Thee, Istanbul steht noch auf meiner „Must See“-Liste. Deine Bilder sind klasse, besonders die Nachtfotos und Deine Informationen dazu wunderbar zusammen zu tragen. Und die Unschärfe hat doch auch interessante Effekte. Ich wünsche Dir, neben der Auswahl, Freude beim Auswählen der Bilder. Ich freue mich schon auf den Nachschub.
    Liebe Grüsse
    Stefan

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