Areuse-Schlucht


Areuseschlucht_1

Endlich konnten wir unsere Wanderung in die Areuseschlucht in Angriff nehmen. Ich hatte frei  und auch der Kollegin passte es bestens. Und welch Wunder, das Wetter hätte nicht perfekter sein können. Wir wollten bis im Frühjahr warten bis die Bäume Blätter haben und es schön grün ist.
Mit dem ICN ging es erstmals bis Neuchâtel. Von dort aus führte uns ein Regiozug bis Noraigue. Die Fahrt war sehr schön mit Blick auf den Neuenburgersee mit den Berneralpen im Hintergrund. Bald konnten wir auch den Creux du Van erblicken.

Neugierig starteten wir unsere Wanderung. Wir haben von vielen Seiten her gehört wie traumhaft es dort sei. Normalerweise benötigt man von Noraigue bis Boudry gute 3 h . Aber bei uns waren es etwas mehr als 7 h. Weshalb ? Nun, wir hatten das Gepäck voll mit Linsen, Filtern  und Stativ. Für einzelne Aufnahmen waren noch kleine Klettereinsätze gefragt und wir verweilten relativ lange an einem sehr schönen Plätzchen.

Die Schlucht ist sehr abwechslungsreich. Die Areuse zeigt sich mal wild und ungezähmt, dann wieder sanft pläntschernd. Auch das Flussbett wechselt von ganz eng, weit oder voll mit Felsbrocken. Im oberen Drittel ist eigentlich nur die alte Steinbrücke welche zum fotografieren einlädt. Nach dem ersten Drittel der Route kommt man dann zum einzigen Restaurant in der Schlucht. Dort soll es auch sehr gute Forellen zum essen geben. An dieser Stelle hat man dann auch zum letzten Mal einen Blick auf den Creux du Van.

Dann beginnt ein sehr schönes Teilstück mit vielen Kaskaden und einem Wasserfall. Aber wie gesagt, oft mussten wir etwas wagemutig sein um an eine Stelle zu kommen wo man gut fotografieren konnte.  Es hat gerade mal einen richtigen Wasserfall. Der war ausgeschildert und wir folgtem dem Pfad. Der Platz dort begeisterte uns aber nicht wirklich. Wir wollten von unten her knipsen. Aber kurze Zeit später, lange Gesichter, kein Zugang möglich von unten her.
Anschliessend an den Kaskaden Part folgte ein ganz wilder Teil. Riesen Felsbrocken lagen im Flussbett und die Areuse zwängte sich durch. Enttäuscht waren wir von den bemoosten Steinen. An den meisten Stellen war das Moos auf den Steinen im Flussbett noch nicht zum Leben erweckt, wirkten fast noch schwärzlich. Vermutlich waren wir etwa einen Monat zu früh dort.

Das Ende der Schlucht näherte sich, wir kamen in Boudry an. Dort gab uns dann das letzte Teilstück, den Hügel rauf bis zur CFF Station, gerade noch den Rest.
Wir buckelten doch an die 12 Kg Gewicht mit uns rum. Das hängt dann doch irgendwann an, Stufen rauf, Stufen runter….

Faszit:

eine sehr schöne Schlucht für Wanderer, Fotografen und Naturliebhaber. Wir empfehlen: wenn man mit Gewicht am Rücken wandert, die Strecke so zu wählen wie wir. Für Leute mit Knieproblemen ev. eher von Boudry bis Noraigue. (Stufen rauf geht weniger in die Knie) Wer abkürzen möchte kann eine Station früher aussteigen und dort hinunter laufen. Im Juli ist das Moos sicher grüner. Ob es dann noch so viel Wasser hat ? Im Herbst ist es sicher auch wunderschön.

Picknick mitnehmen oder sicherstellen dass das Restaurant keine Betriebsferien hat.  Es hat diverse Feuerstellen zum grillieren.

Tipps: Gutes Schuhwerk, Mückenschutz, ev. Sonnenschutz, Picknick mitnehmen, Stativ für Langzeitbelichtung und ND Filter bis 10 fach, Weitwinkel,  OEV benützen bringt Vorteile. Man kann als Krönung noch einen Absinth geniessen 😉

 

Noraigue

Bahnhof von Noraigue

Areuseschlucht_2

Also der oberste Wegweiser tönt doch gut, oder? 😉

Areuseschlucht_3alte Steinbrücke

Areuseschlucht_4

Aussicht auf den Creux du Van beim Restaurant la Truite

Areuseschlucht_5Hier kann man wohl auch leckere Forellen essen. Siehe unten 😉

Areuseschlucht_6

sieht wirklich lecker aus..

Areuseschlucht_7

wir mussten uns schon etwas einfallen lassen um zu diesem Punkt zu gelangen. Das Problem war dann: kleine flache Unterlage für Stativ und sichere Stelle für all die teuren Filter

Gorges de l'Areuse-8

Hier ist die Areuse relativ zahm

Areuseschlucht_8ein guter Platz um zu sehen wie die Schlucht ausgewaschen wurde

BoudryAm Ende der Schlucht, bei Boudry, hat es noch ein schönes Eisenbahnviadukt mitten in den Rebbergen

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Kategorien:Natur, Wandern

5 Kommentare

  1. Moin Thee,
    jetzt bin ich …neidisch! So eine schöne Wanderung. Die alte Steinbrücke ist wunderbar. Die Route gefährlich für Equipment und Wanderer? Konntest nicht so, wie du gerne wolltest? Die Langzeitbelichtungen sind super, scheinst auch keinen Blaustich zu produzieren 😉 Zuviel Sonne, zuviel Kontrast? Sieht man deinen Fotos nicht an, auch nicht den Muskelkater 😉
    LG kiki

  2. Ne wir konnten nicht wie wir wollten,Ging teilweise steil in die Tiefe. Und jetzt habe ich noch den Dünnpfiff, habe zuviel Wasser aus dem Fluss getrunken. Fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes Shitty.
    Keine Ahnung wie ich heut Nacht arbeiten kann !!
    LG Thee

  3. Schöner Bericht und schöne Fotos!

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