La petite Camargue Alsacienne


So, endlich konnte ich in die Petite Camargue fahren und mich dort umschauen.

Anlässlich einer TV Sendung wurde ich auf dieses Gebiet aufmerksam. Obwohl es von mir aus nur gut eine Stunde Fahrzeit benötigt, hatte ich vorher keine Kenntnis von diesem traumhaften Gebiet.

Die Petite Camargue Alsacienne ist ein Naturschutzgebiet im Elsass und hat eine Fläche von 904 ha.

Es bietet unzähligen Tieren den richtigen Lebensraum. Es hat Feuchtwiesen, Magerwiesen, Kiesgruben, unzählige Weiher, Kanäle,  fliessendes Gewässer, viele alte Bäume, Ried, und und und. Man trifft vom Hochland Rind welches als natürlicher Rasenmäher eingesetzt wird bis zu Amphibien, unzählige Vogelarten, Reptilien, Schmetterlinge, Libellen usw.

Es hat herrliche Pfade zum wandern, hören, staunen und fotografieren. Immer wieder stösst man auf  Hochsitze wo  man einen herrlichen Blick auf kleine Seen oder Weiher hat und beobachten kann.  Natürlich hat es seltene Blumen und wunderschöne Bäume und Sträucher.

Auf der Webseite wird beschrieben wie die Anfahrt ist ob per Zug, Auto oder per Rad. Der Eintritt ins Gebiet ist gratis und gut beschildert.  Wenn man mit dem Auto kommt hat es viele Parkplätze bei Stade de l’Au. Von dort sind es ca. 5 Minuten bis zum eigentlichen Eingang. Oder man fährt etwas weiter . Dort sind die Parkplätze allerdings beschränkt.  Ich war ganz im Element. Aber bald merkte ich, eigentlich wären 2 Kameras von Vorteil. Einmal Brennweite für Vögel und andere Kleintiere und einmal ein Weitwinkel Objektiv wäre von Vorteil.

Von Mitte April bis Juni singen die Nachtigallen. Ca. 50 Nachtigallen haben uns den ganzen Tag begleitet mit ihrem wunderschönen Gesang. Leider waren alle Vögel zu flink und es gab kein gutes Bild. Ich habe zwar Fotos vom Häher zur Identifikation , ebenfalls vom Goldhähnchen, aber zu schlecht um einzustellen im Web.  Es stellte sich dann doch eine leichte Enttäuschung ein. Enttäuschung? Ich habe schon gedacht dass ich mehr fotografieren kann, dass meine Ausbeute doch etwas grösser ist.  Eine Enttäuschung stellt sich ja nur ein wenn die Erwartung zu hoch war, dieses Thema hatten wir ja schon🙂

Aber schlussendlich war ich doch versöhnt. Gehört haben wir viel.  Gesehen haben wir dann doch Grau-und Silberreiher, Häher, Störche, Frösche, Schmetterling, Hochlandrinder, Goldhähnchen, Bachstelze und die Küchenschelle.

Mein nächster Trip dorthin ist bereits geplant. Bestimmt sieht man jedes Mal wieder etwas anderes. Ich muss nun aber mit freier Zeit ziemlich jonglieren da ich viele Shootingaufträge habe.Und der Frühlingsputz steht auch noch an:-(

Ich kann dieses Gebiet nur empfehlen.  An einer Stelle hätten wir noch ca. 10 Minuten weiterlaufen sollen. Später habe ich auf der Karte gesehen dass es dort  ein Restaurant hat um den Durst zu löschen. Wir hatten Getränke und einen Snack mit, aber es war so heiss dass wir bald noch mehr Durst hatten. So empfehle ich: einen Snack mitzunehmen und genug zu trinken.  Wer nur durchwandern will, dem reichen ein paar Stunden. Wer Vögel beobachten will oder fotografieren, da kann man gut ½ – 1 Tag verweilen.  Das Restaurant werde ich das nächste Mal testenSchon bald empfehle ich auch Insektenschutz. Die vielen Tümpel sind natürlich auch Lebensraum für Stechmücken.  Nicht vergessen ID Karte oder Pass wer von der CH anreist.  Von den Objektiven her: Weitwinkel wenn man die Landschaft fotografieren will,  für Vögel und Insekten natürlich eine gute Brennweite, Zoom,  und ev. gar ein Macro.  Jeder wird wohl selber wissen ob er Stativ braucht oder nicht, kommt ja auf die Brennweite an.  Ein gute Feldstecher ist natürlich auch von Vorteil. Ich hoffe auf eine grössere Ausbeute wenn ich das nächste Mal hinfahre, vermutlich bereits nächste Woche.

Küchenschelle_1

Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris, in Europa rar gewordene Pflanze. Steht unter Naturschutz

Kuechenschelle_2

Petite-Camargue

Das ist kein Photoshop-Unfall:-) Ich bin nicht mit dem Regler ausgerutscht. Das Wasser ist dort so türkisblau. Es hat eine Quelle.

Petite Camargue_2

eine Impression was es dort alles für Lebensräume hat

Petite-Camargue_3

Ich denke hier bekommt man doch die Idee, weshalb das Gebiet kleine Camargue genannt wird. Natürlich ist es im Ried noch ziemlich braun. Aber bald ist es hier schön grün.

Petite-Camargue_4

Natürlicher Rasenmähdienst. Die Hochlandrinder halten das Gras kurz.

 

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3 Kommentare

  1. Ein sehr schöner und interessanter Bericht. Das „kein Photoshop-Unfall“ Foto gefällt mir am besten. Ich kann mir gut vorstellen dass es in der 1:1 Ansicht genial ist. Bei solchen Motiven kann die D800 zeigen was in ihr steckt.
    In Luxemburg gibt es übrigens die Petite Suisse. Sobald die Bäume wieder grün sind fahre ich mal hin und werde berichten.
    LG, Gilles

    • Hi Gilles Man lernt nie aus!! Von der Petite Suisse habe ich noch nie was gehört. Bin natürlich gespannt auf Bilder. Leider ist Luxemburg doch etwas weiter weg als das Elsass:-) Meine Wenigkeit wartet auf grüne Bäume um in der Frache Comté zu fotografieren. Aber hier geht es ab morgen wieder bergab mit dem Sommerwetter:-( Nächste Mal will ich in der Petite Camargue die Schilder besser lesen was es so mit den Quellen auf sich hat. Aber eben, du weisst ja, in Begleitung muss man Abstriche machen:-)

      Wünsch dir einen schönen Tag, LG Thee

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