Höhenphobie, lästig beim fotografieren


Ich oute mich, ich leide unter Höhenphobie. Diese hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Als Kind war ich vollkommen schwindelfrei und turnte wie eine Gämse in den Alpen umher.

Diese Höhenphobie hindert mich doch immer wieder an bestimmten Orten zu fotografieren.

Ich habe versucht dieser Phobie Herrin zu werden, ist mir aber nicht gelungen.

Bei dem angefügten Bild bin ich mit Christian Oeler unterwegs. Wir haben in einer wunderschönen Schlucht Langzeitbelichtung gemacht. Rechterhand von mir geht es einfach nur noch in die Tiefe. Damit ich fotografieren konnte, habe ich mich zuerst nieder gelassen und mir wurde dann das Stativ gereicht und die Kamera. Ich durfte einfach nicht ganz nach unten gucken und habe mich auf die Einstellungen konzentriert 🙂

Aussichtstürme: auf meinem Hausberg, dem Altberg, hat es seit ein paar Jahren einen Aussichtsturm. Bei schönem Wetter hat man eine geniale Aussicht bis nach Zürich, die Alpen, Kanton Aargau, den Flughafen Kloten usw. Auf diesen Turm kann ich steigen da die Treppen aus Holz sind und ich nicht auf den Grund schauen muss. Die Brüstung ganz oben ist hoch genug um mir ein gewisses Sicherheitsgefühl zu geben.

In Parry Sound, Canada hat es einen solchen Turm. Oben sieht man über 30‘000 Inseln in der Georgian Bay. Ich hätte dort so gerne fotografiert, aber ich konnte meine Phobie nicht überwinden. Die Treppen und das ganze Gerüst ist nur aus Metall und man sieht ständig auf den Boden unter einem. Nach dem ersten Level musste ich Forfait geben. Auf dem Hosenboden bin ich wieder zurückgerobbt.

Auf dem CN Tower hat es oben auf der Plattform einen Glasboden. Für kein Geld auf der Welt würde ich mich daraufstellen. Nicht mal für ein neues Objektiv:-)  Ich verstehe eine gewisse Furcht in einem Canyon. Da kann ich theoretisch in die Schlucht fallen und bin eventuell schwer verletzt oder tot.  Auch wenn ich bei einem Shooting auf eine Leiter klettere, theoretisch kann ich arg fallen und etwas brechen . Aber auf einem Aussichtsturm kann nichts geschehen und trotzdem schaudert es mich.  Auf Berggipfel geht es soweit gut, darf aber nicht zu nahe an den Abgrund. Eine Wanderung auf einem Höhenkamm geht gar nicht.

Fahrten in einer Gondel oder in einem offenen Sessellift sind der Horror, aber ich stehe es durch weil ich auf den Berg will:-)

Komischerweise habe ich keine Mühe aus dem Flugzeug zu schauen wenn unten alles kleiner wird. Ich kann sogar sagen ich liebe Abflüge und Anflüge.

Meine Phobie hindert mich an einigen Aufnahmen. Ich werde aber deswegen keinen Phobie-Kurs absolvieren:-) Es gibt ja noch genug Anderes zu fotografieren, oder?

Habt ihr Phobien welche euch beim Fotografieren hindern?

Höhenphobie

Advertisements
Kategorien:ÄrgerSchlagwörter:, ,

2 Kommentare

  1. Immer schön auf dem Boden bleiben kann ich da nur raten :-). Keine Phobie bei mir 🙂
    LG, Gilles

  2. Kann dies völlig nachvollziehen. Mir wird schon ganz anders, wenn ich auf dein Foto schaue. An dieser Stelle hätte ich weiter weg mit einem Zoom gestanden, oder gleich auf’s Foto verzichtet. In Yunnan gab’s als Thrill Seilbahnen mit Glasboden, leider hatte ich das Ticket schon gelöst…einfach furchtbar!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: