Goldenes Engadin


Einige fragen sich nun, was ist das Engadin oder wo ist es und was hat es mit Gold zu tun.

Ich gebe eine kurze Erklärung ab für meine Leser im Ausland. Dieses Hochtal liegt im Kanton Graubünden und hat eine Länge von 80 Kilometern. Dazu kommen natürlich noch etliche Seitentäler. Es ist das höchstgelegene bewohnte Tal Europas. Es wird in das Unter-und das Oberengadin unterteil. Was es mit Gold auf sich hat ? Im Herbst, wenn die Sonne scheint, leuchten die vielen tausend Lärchen wie pures Gold.

Schon lange stand dies auf meiner Wunschliste, im Oktober dorthin zu gehen. Aber es ist ja auch immer ein Timing. Ersten ist der Zenit der Schönheit nicht immer in der selben Woche, zweitens muss ich dann gerade ein paar Tage frei haben und drittens, das Wetter muss stimmen.

Letzte Woche sagte mir ein Freund, in einer Woche sollte es perfekt sein. Und alles stimmte, ich hatte frei und das Wetter war perfekt. Einige Tage zuvor hat es in den Alpen geschneit was der Landschaft noch mehr Reiz verlieh.

Zuerst wollte ich mein Auto auf die Eisenbahn verladen und durch den Vereina Tunnel. Aber es war so ein Prachtstag. Ich fuhr über den Flüela Alpenpass und kriegte bereits dort meinen Kiefer nicht mehr hoch. Traumhaft ! Ich beschränkte mich auf das Oberengadin und fuhr an all den kleinen Seen vorbei bis Maloja. Danach ging es bis Station Morteratsch wo ich parkierte und den wunderschönen Wanderweg zum Morteratschgletscher entlang lief. Nun, ich fotografierte natürlich laufend, kam somit nur schleppend voran 😉 Aber ich wollte diese traumhafte Landschaft festhalten.

Die Tageszeit, der Nachmittag, war  für dieses Tal  perfekt. Die Sonne liess die Lärchen aufleuchten. Aber fototechnisch war es anspruchsvoll mit dem Gletscher ( war jungfräulich weiss mit den Neuschnee ) und den doch eher dunklen Tannen. Ein Teil des Massives wurde von der Sonne noch nicht angestrahlt. Und wie im letzten Blog berichtet, mein Lee Filtersystem ist noch  sehr klein, mir fehlen diverse Filter. Die Fotos hätte man mit diversen Filtern besser hinbekommen, aber …. Der Polariser wäre perfekt gewesen für die Reflektionen auf den Seen, dem Himmel etc. Vielleicht kann ich nächstes Jahr wieder hingehen.

Die Spiegelung in den Seen wäre noch besser geworden wenn es nicht gewindet hätte. Aber der Föhn blies wie verrückt in das Tal hinunter und hinten im Tal kommt ja immer noch der Malojawind ins Spiel.

Für meinen Heimweg nach Zürich wählte ich den Albula Pass, ebenfalls wunderschön. Rechts und links der Strasse hatte es Schnee, die Strasse war aber trocken.

Das Engadin ist natürlich zu  jeder Jahreszeit schön. Aber im Herbst finde ich es einen Tick schöner. Man kann toll wandern, fotografieren und die kulinarischen Speisen geniessen.

Die Fotos sind quasi out of the box. Aber eben, ein RAW muss drastisch heruntergerechnet werden damit es hier gezeigt werden kann 😦

Engadin im Herbst

Oberengadin im Herbst mit goldenen Lärchen

Oberengadin im Herbst

Blick auf goldene Lärchen, tiefblauen See und Schneeberge im Engadin

Valdret da Morteratsch

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3 Kommentare

  1. Mehr gibt’s nicht zu sagen: Wunderschön!

  2. Vielen Dank Gilles. Schönen Abend wünscht dir Thee

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