Grösste Gebäudeverschiebung in Europa 2012


23. Mai, 2012, paar Minuten nach 16:00, der letzte Schub schob das 6200 Tonnen -Haus zur Marke 0.

 

So, liebe Besucher, anlässlich dieses riesen Spektakel möchte ich euch heute eine kleine Reportage zeigen von der grössten Gebäudeverschiebung in Europa. Bis anhin wurde in Europa noch nie ein Projekt dieser Grösse realisiert. Ich möchte all Denjenigen die die Facts nicht kennen, ein paar Hintergrundinfos geben. Und dann natürlich ein paar Impressionen.

Aber zuerst möchte ich all diesen Ingenieuren die dies geplant haben, meinen tiefsten Respekt aussprechen. Es ist eine gewaltige Herausforderung und ich mag es ihnen gönnen dass alles planmässig verlief. Es gab lediglich  kleinere Probleme welche auch gleich gelöst werden konnten und das Projekt aber gemäss Planung verschoben wurde.  Da steckt unglaublich viel Planung darin und viel, viel Technik. Viele Köpfe haben bei diesem Projekt mitgearbeitet und dazu beigetragen dass sich alt und neu verbindet, ein Stück Geschichte bleibt erhalten.  Für mich ist es natürlich schön, jedesmal wenn ich mit der S 6 ins Herzen von Zürich fahre, das MFO Gebäude steht dort, lediglich 60 Meter verschoben.

Was wird verschoben: Das ehemalige Direktionsgebäude der Werkzeug-und Maschinenfabrik Oerlikon. Das Gebäude ist 123 jährig.

Wo steht dieses Gebäude: Es steht am Bahnhof Oerlikon in Zürich.

Weshalb muss es verschoben werden : Da Zürich eine neue Durchmesserlinie der SBB bekommt, muss der Bahnhof Oerlikon expandieren, es braucht 2 neue Geleise.  Das Gebäude ist im Weg. Da es unter Denkmalschutz steht, wird es nicht abgerissen sonder um 60 Meter verschoben.

Kosten: Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 12 Millionen Franken.

Die ganze Verschiebung wurde von langer Hand akribisch vorbereitet. Alles muss stimmen, nichts wird dem Zufall überlassen. Ein kleiner Fehler hätte verhehrende Folgen. Das Haus ist 80 Meter lang, 12 Meter breit und ist stolze 6200 Tonnen schwer. Das Gebäude wurde auf Stahlrollen mit Hydraulikpressen geschoben. Durchschnittliche Bewegung, 4 Meter pro Stunde. Unzählige Leute waren im Einsatz um alles zu überprüfen. Am 22. Mai um 11 Uhr wurde begonnen. Um 20Uhr war dann vorerst Feierabend bis am 23. Mai, morgens um 6 Uhr. Dann ging es weiter.

Da ich mitten im Nachtschicht-Turnus bin, konnte ich nicht von A-Z dabei sein;-) Aber anbei ein paar Impressionen.

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