Einen Nachmittag mit Lama Tenzin Jottotshang


Um meinen Artikel über Fotografie im Buddhismus fertigstellen zu können, benötigte ich noch Informationen und zwar von einem „richtigen“ Buddhisten. Und wer eignet sich daher besser als ein Lama ?

Es hat mich äusserst geehrt als ich die Nachricht bekam, Lama Tenzin würde mich empfangen für dieses Gespräch.

Nun, einige Tage zuvor, nachts im Bett durchkreuzte mich ein Flash. Meine Güte, wie benehme ich mich? Was gibt es da zu beachten ? Wie begrüsse ich einen Lama ? Aber Dank Mister Google wurde ich fündig und fand eine Seite mit Buddhistischer Etikette.

Ich meine, mir war klar, ein Küsschen auf die Wange wird es wohl nicht sein. Aber darf ich die Hand geben ? Nun, ich studierte diese Regeln vorwärts und rückwärts. Wie grüsse ich, wie sitze ich, wie benehme ich mich im Shrein. Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen, ich war leider noch nie in einem Buddhistischen Land:-(

Dass ich angemessene Kleidung trage war mir natürlich klar.

Dieser weise Mann hätte mir vermutlich jeden Tritt ins Fettnäpfchen verziehen. Aber ich wollte dies möglichst vermeiden um Respekt vor ihm und seiner Religion zu zollen.

Er führte mich in seine Zelle (ein katholischer Priester hätte wohl keine Frau in seine Zelle geführt) welche nicht grösser als 10qm ist. Da hat gerade mal ein Bett (90/200) Platz, ein kleiner Schreibtisch und ein kleiner Vitrienenschrank. Die Zelle ist kunterbunt mit Fahnen und Bildern von Treffen mit dem Dalai Lama. Im Zimmer war es sehr heiss und die Luft war geschwängert von Räucherstäbli und vermutlich anderen Ritualen. Es benebelte meine Sinne und ich kollabierte beinahe. Ich war noch sehr geschwächt von einer ausklingenden Virusinfektion. Vermutlich wurde ich langsam grün im Gesicht:-) Denn Buddha sei Dank, es wurde ein Fenster geöffnet:-)

Den Lama lernte ich als einen äusserst herzlichen Menschen kennen mit viel Wärme, sehr weise, gelassen und mit sehr viel Humor. Er strahlt eine tiefe innere Zufriedenheit aus. Wenn ich ihn fragte wie er uns „Westler“ denn so sieht , waren seine Antworten besonnen aber auf den Punkt gebracht. Es sind die Leiden der Menschen, (ich spreche nicht von Krampfadern und Hühneraugen) die uns an der inneren Zufriedenheit hindern. Es sind die urmenschlichen negativen Gefühlen wie Neid, Hass, Eifersucht, Gier etc. Diese Gedanken füllen unseren Geist. Was dies für einen Zusammenhang hat mit der Fotografie kann man im Artikel lesen welcher morgen gebloggt wird.

Nach unserem tiefen philophischen Gespräch zeigte mir Lama Tenzin den Rest des Klosters und wir gingen in den Shrein.

Wenn es dich interssiert, was dies alles mit der Fotografie zu tun hat…. dran bleiben

Bilder von oben nach unten: Lama Tenzin, Gebetsfahnen, Stüpa und Opfergabentisch mit Butterlampen

 

Gespräch mit Lama Tenzin im Buddhistischen Kloster

Lama Tenzin in Meditation

Buddhistisches Kloster Rikon

Tibetische Gebetsfahnen in der Nähe des Klosters

Die typischen Farben für Gebetsfahnen

Der Stppa mitten im Wald zu Ehren von Dalai Lama

Der Opfergabentisch mit Butterlampen im Shrein von Rikon

 

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Kategorien:Fotografie philosophischSchlagwörter:,

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